Muster Dauer-Mietvertrag für ein Kraftfahrzeug
Dieser Mustertext ist einzelfallbezogen anzupassen. Hierzu ist ggf. ein Rechtsanwalt zu konsultieren. Wir übernehmen keinerlei Haftung, dass das jeweilige Dokument für Sie geeignet ist und wir keine Rechtsberatung durchführen dürfen.
Um die monatliche Miete für ein Kraftfahrzeug im Rahmen eines Dauer-Mietvertrags sachgerecht zu berechnen, sind insbesondere zwei Grundsätze zu beachten: der Drittvergleich und die Gewinnerzielungsabsicht.
- Drittvergleich: Die festgelegte monatliche Miete muss sich an den üblichen Konditionen orientieren, die zwischen fremden Dritten unter vergleichbaren Bedingungen vereinbart werden würden. Dies bedeutet, dass marktübliche Mietpreise für vergleichbare Fahrzeuge (Alter, Modell, Ausstattung, Laufleistung) herangezogen werden. Hierzu können Angebote lokaler Autovermieter, Online-Portale oder branchenspezifische Preisübersichten verwendet werden. Die Miete darf nicht deutlich unter oder über dem Marktniveau liegen, um steuerliche Anerkennung und Rechtssicherheit zu gewährleisten.
- Gewinnerzielungsabsicht: Der Vermieter muss mit dem Mietvertrag eine Gewinnerzielungsabsicht verfolgen. Das bedeutet, die monatliche Miete soll nicht nur die laufenden Kosten (z. B. Wertverlust, Versicherung, Steuer, Wartung) decken, sondern einen angemessenen Überschuss erwirtschaften. Bei der Kalkulation werden daher sämtliche Kosten für das Fahrzeug auf den Monat umgelegt und um eine Gewinnmarge ergänzt. Die Höhe des Gewinns sollte realistisch und marktüblich sein, um der Gewinnerzielungsabsicht Rechnung zu tragen.
Die monatliche Miete ergibt sich somit aus der Summe aller monatlich anfallenden Kosten (z. B. anteilige Anschaffungskosten/Wertverlust, Versicherungen, Steuern, Wartung, Verwaltung etc.) plus einem angemessenen Gewinnaufschlag. Abschließend wird geprüft, ob der so ermittelte Betrag im Drittvergleich standhält.
Beispielhaft könnte die Berechnung folgendermaßen aussehen:
- Monatlicher Wertverlust (Anschaffungspreis / voraussichtliche Nutzungsdauer in Monaten z.B. 72 Monate, da die reguläre Abschreibungsdauer 6 Jahre, mit einem jährlichen Satz von 16,67 % beträgt)
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- Monatliche Versicherungskosten
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- Monatliche Kfz-Steuer
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- Durchschnittliche Wartungs- und Reparaturkosten pro Monat
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- Verwaltungskosten
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- Gewinnaufschlag (z. B. 5–10 % der Gesamtkosten)
Die Summe dieser Posten ergibt die monatliche Miete, die dann mit marktüblichen Preisen verglichen und ggf. angepasst wird.
Beispiel: Nettokaufpreis 50.000 € : 72 Monate = 694,44 + Versicherungskosten mtl. 75 € + KFZ Steuer 20 € + Durchschnittliche Wartungs- und Reparaturkosten pro Monat 40 € + Verwaltungskosten 20 €
Zwischenergebnis 849,44 € + Gewinnaufschlag 5 % = 42,47 €
Gesamt 891,91 zzgl. Umsatzsteuer 169,46 € Monatsrate Brutto 1.061,37 €
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